Wie man dem Elend entkommt.

Hier können Sie lesen, wie man seinem Elend entkommt. Ja, sie haben vollkommen richtig gelesen: Ihrem Elend entkommen! Ich werde Ihnen helfen, sehr rasch Ihrem Elend zu entkommen. Die Idee zu diesem Beitrag kam mir schon vor einigen Jahren beim Lesen des Blogs von Alan Weiss, einem Mann, der in den USA als „Million Dollar Consultant“ bekannt ist und dessen ausgeprägter Pragmatismus mir gefällt. Damals auf dem Höhepunkt der US – Immobilienkrise hatten viele seiner verzweifelten Landsleute Job und Haus verloren. Gegen deren Lähmung schrieb er an und stellte – ganz Pragmatiker – die Frage, was man im eigenen Kopf tun muss, um nicht von der Krise gelähmt zu werden.
Heute ist ganz in Alan´s Sinn dieses Thema wieder mal ganz aktuell. Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Energiekrise, Inflation – Ich erlebe viele Menschen rund um mich herum mit verzweifelten Elendsgesichtern. Der größte Teil dieses Elends ist aber kopfgemacht. Wir können dem Elend ganz schnell entkommen, wenn wir in unseren Krisenzeiten im Kopf die folgenden Ratschläge entgegensetzen:
1. Abgrenzung. Die persönlichen Probleme anderer Leute sind deren Probleme. Die Haltung, Probleme Anderer zu verinnerlichen, hat im Deutschen ein Wort: Helfersyndrom. Das ist neurotisch. Erwachsene Menschen haben manchmal Probleme und sind verantwortlich für deren Lösung. Es gibt auch genug soziale, politische, Umwelt und sonstige Probleme. Die sind wichtig, klar. Weshalb aber sollten Sie dazu bestimmt sein, die Last anderer Menschen zu tragen oder die Welt zu retten? Das ist lächerlich. Sind Sie Jesus? Überlassen Sie Anderen die Verantwortung für sich selbst. Unterstützen Sie sie. Übernehmen sie politissche und gesellschaftliche Verantwortung. Das ist gut. Aber glauben Sie nicht, es sei Ihr ganz persönliches Problem oder eine Herausforderung, die Last der Welt zu tragen.
2. Freundlich zu sich selbst sein. Sich vergeben. Sie verdienen es, glücklich zu sein. Gönnen Sie sich Pausen. Anderen zu vergeben, gilt als gut. Warum nicht sich selbst? Der Person im Spiegel vergeben wir meist erst zuletzt. Hören Sie auf zu leiden. Begraben Sie keinen alten Groll, hören Sie auf, sich zu behandeln wie jemanden, den man unterdrücken muß. Sie sind nicht unwürdig. Hören Sie auf, sich das einzureden.
3. Rausgehen: Fangen Sie nicht an, sich einzukapseln. Wenn Sie schon damit angefangen haben, hören Sie auf damit. Gehen Sie raus. Meiden Sie nicht den Kontakt. Sie brauchen ein Support-System. Es könnten Ihre Lieben sein. Es könnte die Familie sein. Es könnten Freunde sein. Es könnten Kollegen sein. Es könnten die Leute am Arbeitsplatz sein, Kunden, Mitglieder von Interessenverbänden oder Vereinen, Leute aus Ihrer Gemeinde, fremde Menschen, jeder. Lassen Sie es nicht zu, isoliert zu sein. Weisen Sie angebotene Hilfe nicht zurück.Treten Sie raus aus der Menge. Gehen sie ins Rampenlicht
4. Kritikfähigkeit: Wir sind nicht dazu da, jedem gefallen zu wollen. Wir alle verbringen ein ganze Menge Zeit damit, sicher zu stellen, daß alle Welt glücklich und zufrieden mit uns ist. Doch der einzige wirkliche Maßstab sollten unsere eigenen Ansprüche an uns selbst sein. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn manche Leute einen unerträglich finden. Es ist in Ordnung, wenn man das, was Andere machen und tun nicht in Ordnung findet, denn die persönlichen Wertmaßstäbe einer Person können niemals denen einer anderen entsprechen. Deshalb darf die eigene Wertschätzung nie von der abhängen, die Andere einem entgegenbringen. Persönlicher Wert hängt vom eigenen Können ab. Das ist es, worauf Selbstwertgefühl ruht. Machen Sie sich keine Gedanken, welche unerbetenen Kommentare es über Ihr Verhalten, Ihr Aussehen, Ihre Sprechweise oder Ihre Umgangsformen gibt. Erlauben Sie sich nicht, sich davon kontrollieren zu lassen, was andere über Sie denken mögen, aber respektieren Sie deren Meinung auch ohne sie zu teilen.
5. Innere Maßstäbe: Sie sind als Person einzigartig. Darum müssen Sie sich auch nicht mit anderen Personen vergleichen. Wenn Sie über Ihr Können reden, reden Sie von sich selbst als Subjekt und nicht als Gegenstand einer äusseren Norm. Anders ausgedrückt: Sie sind der Maßstab Ihrer selbst. Hören Sie auf, Andere als Maßstab anzuschauen. Hören Sie auf, andere als Ihren Götzen zu betrachten. Äusserer Eindruck steht auf tönernen Füßen. Viele dieser Vorbilder stehen unter Anklage oder sind wegen Betrug angeklagt oder vorbestraft. Machen Sie sich keine Sorgen um so etwas, seien Sie einfach Sie selbst.
6. Hier und Jetzt: Leben Sie für den Augenblick. Schauen Sie nicht in Nostalgie nach hinten und schauen Sie nicht in Erwartung nach vorne. Heute ist heute; es kommt nicht wieder, nicht eine Minute lang. Gönnen Sie sich Freude an diesem einen Augenblick. Um mehr geht es nicht bei der Selbstverwirklichung. Haben Sie keine Angst davor, Lust zu empfinden bei dem, wobei Sie gerade sind. Empfinden sie keine Schuld dafür. Haben Sie Freude.
7. Lernbereitschaft: Halten sie sich nicht bei vergangenem Mißgeschick und Fehlern auf. Man kann sie ungeschehen machen indem, man daraus lernt Dann ist ein Missgeschick kein Missgeschick mehr, sondern ein weiterer Erkenntnisschritt. Dinge , die wir nicht mehr ändern können, verdienen es nicht, daß wir uns mit ihen beschäftigen. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen viel Zeit damit zubringen, sich um Vergangenes zu sorgen, über das sie keinerlei Macht haben, statt zu überlegen, wie es beim nächsten Mal besser gehen könnte. Sich elend zu fühlen, hilft niemandem, den man in der Vergangenheit elend gemacht hat.
8. Lösungsorientierung: Versuchen Sie positiv und lösungsorientiert zu bleiben, bleiben Sie offen für Neues. Suchen Sie nicht nach Problemen, wo keine sind. Manchmal begegne ich Menschen, die selbst jede positive Nachricht negativ kommentieren: “Schon richtig, dass es wirtschaftlich wieder etwas bergauf geht, aber wie lange wird das noch gut gehen? (seufz) Mein Kommentar dazu: „Oh je, das sind aber schreckliche Nachrichten! Bleiben Sie bei der Sache. Reden Sie Dinge lieber rauf und nicht runter. Glauben sie mir, es könnte schlechter sein. Und es wird auf jeden Fall schlechter werden, je schlechter Sie reden.
9. Innere Unabhängigkeit: Lassen Sie es nicht zu, von Anderen oder äusseren Umständen kontrollierbar zu sein. Es wird uns viel zu einfach gemacht, Opfer zu spielen in einer Welt, die uns jeden Tag mit anderen Hiobsbotschaften einzuwickeln versucht. Also: lassen Sie sich nicht einwickeln. Machen sie sich keine Gedanken darüber, was die Werbung sagt, was Nachrichtenkommentatoren und Modepäpste sagen. Lassen Sie sich nicht diktieren, was Sie heute anziehen, denken, fühlen sollen. Entscheiden Sie selbst. Denken sie selbst.
10. Verantwortungsbereitschaft: Übernehmen Sie Verantwortung. Mischen Sie sich ein. Menschen, die für etwas einstehen, stehen einfach besser da. Die interessanteren Menschen sitzen in Gremien, Vorständen, Projektgruppen und ähnlichem und sei es der Kleingärtnerverein. Wer Verantwortung übernimmt, ist immer jemand, der sich von der Menge abhebt: Den Vorsitz überimmt, in Führung geht oder bereit ist, ein Risiko einzugehen. Probieren Sie Dinge neu aus. Sie werden erfolgreich sein. Sie werden mehr Befriedigung erhalten. Aber sitzen Sie nicht herum und meiden die Verantwortung. So funktioniert die Welt nicht.
11. Realismus: Setzen Sie sich realistische Erwartungen. Abnehmen und fit werden: schön. Aber sich vorzunehmen, 20 Kilo in sechs Wochen abnehmen zu wollen: lächerlich. Im Fitnesszentrum zwei oder drei mal pro Woche zum Training zu gehen: machbar. Setzen Sie sich keine unerreichbaren Ziele. Reden sie sich nicht ein, daß Sie im kommenden Jahr eine Million Euro verdienen werden. Wenn Sie das können, großartig! Ich bin ja nicht dagegen, wenn jemand alles Selbstvertrauen dieser Welt besitzt. Aber wäre es nicht entspannter, sich zu sagen: “ Irgendwann in nicht allzu weiter Zukunft werde ich mein gegenwärtiges Einkommen verdoppeln. Setzen Sie sich keine unerreichbaren Ziele. Setzen Sie sich Ziele und Erwartungen, bei denen es wahrscheinlich ist, daß Sie sie auch erreichen können.
12. Glauben: Bauen Sie auf Dinge, an die Sie glauben. Nicht unbedingt im religösen Sinn, aber bauen Sie nicht auf Äußeres. Nicht auf Feedback anderer. Nicht darauf, wie Sie aussehen. Nicht darauf, was sie tun. Nicht auf Ihren Titel. Nicht auf Ihren Besitz. Glauben Sie ohne Vorbehalte an sich selbst. Stellen Sie Ihren Wert auf nichts, was man zeigen kann. Sagen Sie: „Ich bin materiellen Werten und Annehmlichkeiten gegenüber ja positiv eingestellt, aber ich bin mir auch meiner selbst gewiß. Ich weiß, wer ich bin.“ Das ist die Haltung ich meine: Sie müssen daran glauben, daß Sie ein guter Mensch sind, Und wenn Ihnen das gelingt, dann wird auch Ihre Welt sogleich viel besser aussehen.
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